Als ich meinen Eltern meinen neuen Freund……

Uraufführung: Schauspiel Chemnitz. Premiere: 18. Juni 2015, 20.00 Uhr im Schauspielhaus Chemnitz / Ostflügel, im Berliner Prater: 23.09.2015

Vom Ende der Kindheit
6 Autoren, 6 Regisseure, 1 Thema

Es ist ein unaussprechlicher, einzigartiger Moment, den man nicht benennen kann, weil er keinen Namen hat. Es ist der Moment, da die Eltern den Menschen kennenlernen werden, mit dem man leben möchte. Es ist das Date nach dem Date. Und so könnte dieser Moment aussehen: Vor der Tür zu einer Wohnung oder einem Haus stehen zwei junge Menschen. Beide sind aufgeregt, haben feuchte Hände, kichern die Unruhe vielleicht weg. Einer von beiden hat den Klingelknopf gedrückt. Hinter der Tür stehen auch zwei Menschen: die Eltern von ihr oder von ihm. Binnen eines Augenblicks, der voller Erwartungen steckt, entscheidet sich, ob diese Paare eine neue, größere Familie sein können. Alles steht auf dem Prüfstein auf beiden Seiten: die Augen, die Klamotten, die Figur, die Sprache, die Frisur, der Berufswunsch, die Wohnungseinrichtung, der Blumenstrauß, der Kuchen, die Auslegware. Sicher ist nur, es geht um alles: die Liebe, die Zukunft und das wohlige Miteinander.

Das THEATER AN DER PARKAUE und das Schauspiel Chemnitz haben fünf Autoren und eine Autorin beauftragt, dieser besonderen Situation nachzugehen. Entstanden sind sechs kurze Stücke, die die unterschiedlichen Klischees und Erwartungen vielschichtig, skurril und lustvoll unter die Lupe nehmen und hinterfragen. Als Theaterspektakel mit Vorprogrammen, Zwischenspielen und den Stücken werden die Uraufführungen im THEATER AN DER PARKAUE gezeigt.

Toleranzig

von Bonn Park
Regie: Katrin Hentschel

Es spielten: Birgit Berthold, Konstantin Bez, Franziska Krol, Jonas Lauenstein, Denis Pöpping, Kinga Schmidt

Berliner Morgenpost, 24.9. „ Bonn Park wiederum hätte es verdient, dass sein „Toleranzig“ abendfüllend inszeniert wird. Hier brodelt in mehreren, nicht zwangsläufig aufeinander bezogenen Teilen eine Wut, mit der man sich auseinandersetzen will. Parkaue-Oberspielleiterin Katrin Hentschel hat die drei Monologe als fein knackende Wortpartituren mit Jonas Lauenstein, Birgit Berthold und Denis Pöpping in den Abend gestreut, böse funkelnde Meisterwerke, die schließlich in eine Tschechow-Parodie münden, die das Thema angenehm auf die Schippe nimmt. Durchhalten lohnt sich!“

Toleranzig von Bonn Park, Theater an der Parkaue, Foto. Christian Brachwitz

Toleranzig von Bonn Park, Theater an der Parkaue, Foto. Christian Brachwitz

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